FARBEN UNTER WASSER

In den Himmeln und auf der Erde gibt es fürwahr Beweise für die Gläubigen. In der Erschaffung von euch und in den Tieren, die Er verbreitet hat, finden sich Beweise für Leute, die ihres Glaubens gewiß sind. Auch in dem Wechsel von Nacht und Tag und in der Versorgung, die Gott vom Himmel hinabsendet und durch die Er die Erde aus ihrer Leblosigkeit erweckt, und in dem Wechsel der Winde sind Beweise für ein Volk von Verstand. Dies sind die Verse Gottes, die Wir dir in Wahrheit vortragen. An welche Offenbarung wollen sie denn glauben, wenn nicht an Gott und Seine Botschaft? (Sure 45:3-6 – al-Dschathiya)

Das Leben im Meer unterscheidet sich sehr vom Leben auf dem Land. Alle Eigenschaften der Meeresgeschöpfe sind so organisiert, dass es ihnen ermöglicht wird, auf einfachste Weise im Wasser zu leben. Menschen können im Wasser nicht so gut sehen wie Fische, denn das menschliche Auge kann nur die Lichtbrechung in der unteren Erdatmosphäre vollständig kompensieren, nicht aber die Lichtbrechung im Wasser. Deswegen sehen Menschen unter Wasser alles unscharf.
Gott hat jedes Lebewesen mit den geeignetsten Eigenschaften für die Umgebung, in der es lebt, geschaffen. Geschöpfe, die im Meer leben, bilden nur einen kleinen Teil der Beispiele der Schöpfungskunst Gottes. Gott hat niemanden neben sich in der Schöpfung und alles befindet sich unter Seiner Kontrolle.

... Und es gibt keine Gottheit außer Gott. Und siehe, Gott ist wahrlich der Erhabene, der Weise. (Sure 3:62 – Al-’Imran)


Die Krabbe bewegt sich ungestört auf der Oberfläche dieser Seeanemone. Die Transparenz dieser kleinen Krebse ist außergewöhnlich, denn bei den meisten transparenten Tieren bleiben einige Hauptbestandteile des Körpers sichtbar. Zum Beispiel können die meisten ihr Verdauungssystem und die Nahrung in ihm nicht verbergen. Bei einigen Spezies sind nur der Schwanz und ein Teil der Zangen farbig. Diese kleinen Farbdetails sind nützlich, damit die Krabbe “verschwinden“ kann und die farbigen Markierungen sind so angelegt, dass die Aufmerksamkeit eventueller Feinde nur auf die Markierungen gelenkt werden und sie daher nicht in der Lage sind, die gesamte Form des Tieres wahrzunehmen. 41. Karl Roessler, Coral Kingdoms, Har,Ü,

 


Das Foto links zeigt einen Felsenhummer. Seine Rottöne sind ein perfektes Beispiel für Design und Farbharmonie. National Geographic, Oktober 1989, S. 518
Oben sieht man eine Koralle. Milliarden von Korallen liegen zusammen. Sie verbinden sich mit besonderen Sekreten und bilden ein Kalksteinskelett. Auf ihm sondern sie eine farbige Substanz ab: rot, rosa und gelegentlich schwarz oder weiß.

In den Tiefen des Meeres ab 200 Metern unter der Oberfläche gibt es kein Licht mehr. Am Boden der Ozeane, der von der Meeresoberfläche weiter entfernt liegt als der Gipfel des Mt. Everest, treffen wir auf eine bunte Welt. Der gestreifte Anemonenfisch auf obigem Photo, der auf der Anemonenpflanze lebt, gehört zu dieser Welt.

Die Meeresschnecke (Nudibranches) ist mit ihren interessanten Designs und außergewöhnlichen Farben eines der interessantesten Tiere der Unterwasserwelt. Es ist eine Schneckenart ohne Haus. Auf den Fotos oben sind Beispiele einiger Arten. Diese Geschöpfe werden durch ein starkes Gift geschützt. Ihre auffallende Farbe warnt ihre Feinde, dass sie sehr giftig sind. Sie erhalten ihr Gift von den Pflanzen, die sie fressen.

Der Körper des Seepferdchens (links) ist mit plattenförmigen Knochen bedeckt. Die Seepferdchen können nicht sehr gut schwimmen. Aus diesem Grund überleben sie, indem sie sich an Korallen klammern. Da Seepferdchen ihre Farbe schnell verändern können, sind sie vor ihren Feinden geschützt.

Eine der seltsamsten und nützlichsten Eigenschaften der Mollusken ist ihr so genannter Deckmantel – ein Gewebe, das ihre Körper bedeckt und eine zweite Hülle bildet. Wie das Foto zeigt, bedeckt der Deckmantel die Hülle und unterbricht die chromatische Gleichmäßigkeit, die die Gegenwart des Tieres verraten könnte.

Spinnenkrabben haben eine bemerkenswerte Größe und Form. Sie reichen von der gigantischen japanischen Spinnenkrabbe mit meterlangen Beinen bis zu den winzigen Korallenriffarten, die man oben sieht. Ihre Muster passen bemerkenswert gut zu den optischen Strukturen ihrer Feinde.


Skorpionfische leben in gemäßigten oder tropischen Zonen auf dem Meeresboden und wagen sich nie auf das offene Meer hinaus. Sie ernähren sich von kleineren Fischen. Die langen, fächerartigen Flossen sind eine ausgezeichnete Abschreckung für die Feinde und die roten und weißen Streifen machen es ihren Opfern schwer, sie auf dem Hintergrund von Korallen zu erkennen. Skorpionfische sind eine sehr farbenfreudige Erscheinung, können aber zwischen den Korallen sehr schnell unsichtbar werden, da diese ebenfalls sehr farbenprächtig sind.



Die Mitglieder der Spezies Soleidea, wie Seezungen und Rhomben (links), sind sehr mimetisch. Da sie Bodenbewohner sind, imitieren sie den Untergrund so weit wie möglich. Auch der Krokodilfisch (rechts) benutzt seine Farbe, um sich vor seinen Feinden zu verstecken.

Krinoide (links) sind Seetulpen, geformt wie Lilien. Sie haben lange, dünne, blumenartig gefächerte Arme. Giftiger Schleim bedeckt ihre Arme, mit denen sie den Sauerstoff aus dem Wasser filtern.

Ein Tintenfisch, bei Nacht fotografiert, plustert sich auf, um größer zu erscheinen. Die schillernde grüne Farbe kann man nur dann sehen, wenn es dunkel geworden ist. Manche Arten können mit den optischen Mustern tief unter Wasser eins werden.

Der Fangheuschreckenkrebs (oben) ist nur eines der Geschöpfe unter dem Meer, das eine interessante Erscheinung und leuchtende Farben hat. Ihre hervorstehenden Augen gehören zu den komplexesten Augen in der Natur.Auf dem unteren Bild sind farbige Garnelen zu sehen, die inmitten der Stacheln eines giftigen Seeigels leben.