DESIGN IN FARBEN


Gott! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Lebendigen, dem Beständigen! Ihn überkommt weder Schlummer noch Schlaf. Sein ist, was in den Himmeln und was auf Erden ist... (Sure 2:255 – al-Baqara)

Farbe ist ein Konzept, das uns hilft, die Eigenschaften von Objekten zu identifizieren und sie genauer zu bestimmen. Wir sind von einer Vielfalt verschiedener Farben umgeben. Alles, lebendig oder leblos, besitzt Farbe. Lebende Geschöpfe der gleichen Spezies haben die gleichen besonderen Farben überall auf der Welt. Egal, wohin Sie gehen, die Farbe des Fleisches der Wassermelone ist immer rot, Kiwis sind immer grün, Meere haben immer Blau- und Grüntöne, Schnee ist weiß und Zitronen sind gelb, die Farbe der Elefanten ist genauso wie die Farbe der Bäume in jedem Teil der Erde gleich. Sie ändern sich nie. Dies gilt auch für künstlich hergestellte Farben. Wohin immer sie auf Erden auch gehen, wenn Sie rot mit gelb mischen, werden sie orange erhalten und wenn Sie schwarz und weiß mischen, erhalten Sie grau. Das Ergebnis ist immer gleich.

Wie aber entstehen die Farben der Objekte? Wir können dies durch ein Beispiel erklären. Stellen Sie sich vor, Sie gehen in ein Geschäft und sehen dort Tuche unterschiedlicher Machart mit verschiedenen Designs, deren Farben äußerst harmonisch sind. Sicherlich kamen diese Stoffe nicht durch Zufall dorthin; Menschen, die sich der Sache bewusst waren, entwarfen diese Designs, bestimmten ihre Farben, unterwarfen sie zahlreichen Färbeprozessen, und nachdem sie sie viele andere Zwischenstufen durchlaufen ließen, stellten sie die Stoffe in dem Geschäft zum Verkauf aus. Kurz gesagt, die Existenz dieser Tuche hängt von den Menschen ab, die sie entworfen und hergestellt haben. Wenn Sie sie sehen, sagen Sie nicht, dass sie durch Zufall dorthin gekommen seien oder dass ihr Design durch Zufall als Ergebnis von Farben, die über die Stoffe geschüttet wurden, entstanden ist. In der Tat würde kein Mensch mit Verstand eine solche Behauptung aufstellen. Tatsächlich gibt es einen bewussten Willen, der uns die Sicht, die wir in der Natur zu jeder Zeit wahrnehmen, die Schmetterlinge, Blumen, die mehrfarbigen Stellen im Meer, Bäume, Wolken, etc. präsentiert, genauso wie diese Tuche uns präsentiert werden. Die Vielfalt im Universum ist die Konsequenz eines besonderen Designs. Dieses Design manifestiert sich in jeder Stufe von der Bildung des Lichtes bis zum Entstehen eines farbenprächtigen Bildes in unserem Gehirn. Dies ist eines der größten Beweise für die Existenz eines Besitzers, das heißt, eines Schöpfers der Designs in Farben. Gott, Der eine unendliche, überlegene Weisheit und Macht über die Schöpfung besitzt, erschafft all die Farben und Designs im Universum, die der Mensch bewundert.



Niemand würde behaupten, dass die Fasern in diesem Bild durch Zufall entstanden sind und keinen Designer haben. Genau so wenig kann behauptet werden, dass der Regenbogen, die Schmetterlinge, Blumen, Meeresgeschöpfe und Wolken, keinen Designer haben. Die Designs der Farben und Formen all dieser Dinge wie überhaupt von allem auf Erden gehören Gott, Der alles einzigartig erschafft.

1. Licht, Leben und Farbe

Die Sonne ist nur eine von Milliarden mittelgroßen Sternen im Universum. Was die Sonne für uns zum wichtigsten Stern in unserem Universum macht, ist ihre Größe, ihre Beziehung zu den Planeten, die sich um sie herum bewegen und die besonderen Strahlen, die sie aussendet. Wenn nur eine dieser Charakteristika der Sonne sich von den gegenwärtigen physikalischen Werten unterscheiden würde, gäbe es kein Leben auf Erden. In der Tat hat die Sonne die idealen Werte, damit Leben auf Erden entstehen konnte und beibehalten wird.( F. Press, R. Siever, Earth, New York: W. H. Freeman, 1986, S. 4) Darum beschreiben Wissenschaftler die Sonne als „Quelle des Lebens“ auf Erden.

Sonnenlicht ist die einzige Wärmequelle, die die Erde auf äußerst geeignete Weise erwärmt und die einzige Lichtquelle, die den Pflanzen bei ihrer Photosynthese hilft. Es ist allgemein bekannt, dass Wärme und Photosynthese unentbehrlich für das Leben sind. Zusätzlich hängt auch die Existenz des Sonnenlichtes auf der Erde und unserer farbenprächtigen Welt von den Strahlen ab, die die Sonne aussendet. Daher kommt die Frage auf, wie diese Strahlen, die ultimativen Energiequellen der Erde, entstehen. Sicherlich kann es nicht dem Zufall zuzuschreiben sein. Der Grund hierfür kann besser verstanden werden, wenn die Struktur des Lichts untersucht wird.



Die Wellenlängen der Strahlen, die aus dem Weltall kommen, sind verschieden von Radiowellen, die die längsten Wellenlängen haben, bis zu Gammastrahlen, die extrem kurze Wellenlängen haben.



All die Bedingungen, die für die Existenz des Lebens auf der Erde notwendig sind, hängen direkt oder indirekt vom Sonnenlicht ab. In der Struktur der Sonnenstrahlen gibt es ein besonderes Design.

Licht und Wärme, die von der Sonne ausgestrahlt werden, bewegen sich wellenförmig durch die Leere des Weltalls. Dies kann mit den Wellen verglichen werden, die durch einen in einen See geworfenen Stein entstehen. Genauso wie die im See entstehenden Wellen verschiedene Wellenhöhen haben, so haben Wärme- und Lichtwellen verschiedene Wellenlängen.
Strahlung - Wellen - wird nach ihren Wellenlänge und ihrer Frequenz klassifiziert. Die kürzeste Wellenlänge ist 1025mal kleiner als die längste Wellenlänge (1025 ist eine enorm große Zahl, eine 1 mit 25 Nullen). (Ian M. Campbell, Energy and Atmosphere, London: Wiley, 1977, S. 1 – 2)

Die Strahlung, die von der Sonne abgegeben wird, ist sehr kurzwellig. 70 % der verschiedenen Wellenlängen, die die Sonne ausstrahlt, liegen innerhalb eines schmalen Bereichs, der von 0,3 Mikrometer bis 1,50 Mikrometer (Ein Mikrometer ist ein Millionstel Meter) reicht. Das Erstaunliche daran ist: Die Strahlen, die das Leben und die Farben auf der Erde möglich machen, sind nur diese, die in diesem winzigen Bereich vorkommen.


Die Beschaffenheit des Lichtes erstaunt die Wissenschaftler. Obwohl sehr viele Strahlen aus dem Weltall kommen, sind die Sonnenstrahlen, wie man in dem Schema oben sieht, auf einen sehr schmalen Bereich beschränkt.

Der britische Physiker Ian Campbell, der dies überlegene Design in seinem Buch „The Energy and the Atmosphere“ als „unglaublich erstaunlich“ beschreibt, weißt auf diesen Punkt hin:

Dass die Strahlung von der Sonne (und von vielen anderen Sternen) in einem winzigen Band des elektromagnetischen Spektrums konzentriert sein soll, das genau die Strahlung liefert, um Leben auf Erden beizuhalten, ist exakter Zufall. Enyclopedia Britannica, 1994, 15. Auflage, Band 18, S. 203

Der größere Teil dieses schmalen Strahlungsbereichsdes elektromagnetischen Spektrums, der von der Sonne abgegeben wird, ist das für uns sichtbare Licht. Darüber hinaus erreichen Strahlen, die unter- und oberhalb dieses Bereichs liegen, die Erde u.a. als infrarote und ultraviolette Strahlung.

Infrarote Strahlen dringen nahezu vollständig durch die Erdatmosphäre und erzeugen die Wärme, die die Erde zu einem geeigneten Ort für das Leben macht. Ultraviolette Strahlen dagegen werden zum allergrössten Teil durch die Erdatmosphäre herausgefiltert. Wäre dies nicht so, würde sie die Haut der Lebewesen verbrennen und zum Tod führen. Beide Arten von Strahlung sind in exakt in der Intensität auf der Erde vorhanden, die das Leben benötigt, würden die Strahlungswerte nur geringfügig nach oben oder unten abweichen, gäbe es kein Leben auf unserem Planeten.

Wie man anhand dieser Zusammenhänge sehen kann, bestehen eine Ordnung und Kontrolle in allen Systemen der Welt, und es ist unmöglich, dass solche Systeme, auf dessen empfindliche Gleichgewichte wir kurz eingegangen sind, sich durch Zufall gebildet haben.

Wenn wir ein weiteres Element dieses fehlerlosen Systems betrachten, erkennen wir wieder die Unmöglichkeit seiner zufälligen Entstehung.



Die Atmosphäre lässt nur notwendige Strahlen die Erde erreichen, während sie andere schädliche Strahlen zurück ins Weltall reflektiert.

2. Der Schutzschild der Erde: Die Atmosphäre

Manche der Sonnenstrahlen sind schädlich für das Leben auf der Erde. Um diesen schädlichen Effekt abzuwenden, ist ein Schutz vor ihnen notwendig.
Versuchen wir, eine Lösung für dieses Problem zu finden, indem wir ein effizientes System entwickeln, um Sonnenstrahlen zu filtern. Wir müssen wissen, dass dieses System ein multifunktionales sein sollte, das die Erde vor schädlichen Auswirkungen der Sonne schützen wird, und wir sollten sicherstellen, dass es permanent aufrechterhalten wird, keine Wartung benötigt und auch in der Lage ist, mögliche andere Bedrohungen der Erde zu verhindern. Sicherlich werden uns in dieser Situation mehrere alternative Lösungen in den Sinn kommen. Dennoch wird keine davon so effizient und vielseitig sein, wie der gegenwärtige Filter, der jetzt die Erde umhüllt: die Atmosphäre. Die Atmosphäre der Erde ist hundertprozentig erfolgreich in der Filterung von schädlichen Strahlen und wurde speziell von Gott geschaffen, um die Welt zu schützen.
Durch die spezifischen Schichten der Atmosphäre erreichen Sonnenstrahlen die Erde nur in den benötigten Mengen, denn die Atmosphäre filtert die Sonnenstrahlen entsprechend ihrer Wellenlängen. Unsere Atmosphäre ist wie eine gigantische Raffinerie, die entwickelt wurde, um diese Strahlen zu filtern. Diese gigantische Raffinerie, dieauf der Erde nicht ihres Gleichen findet, führt diese Prozesse dank ihres besonderen Designs durch Gott aus. Gott weist auf die Schöpfung des Himmels wie folgt hin (das arabische Wort für Himmel ist sama):

Die Schöpfung der Himmel und der Erde ist gewiß bedeutender als die Schöpfung des Menschen, jedoch verstehen die meisten es nicht. (Sure 40:57 – Ghafir)

Die Strahlen, die von der Sonne kommen, sind ganz spezifisch. Sie müssen Eigenschaften haben, die ihnen ermöglichen, durch die Atmosphäre dringen und die Erde zu erreichen. Ähnlich muss auch die Atmosphäre besondere Strukturen haben, die es diesen Strahlen ermöglicht, sie zu durchdringen. Sonst wäre weder die Existenz der Atmosphäre noch die strukturelle Angemessenheit der Strahlen von irgendwelchem Nutzen. Aufgrund der strahlendurchlässigen Natur der Atmosphäre erreichen die Strahlen, die von der Sonne kommen, die Erde. Während die Atmosphäre nur das sichtbare Licht und die infraroten Strahlen, die für das Leben notwendig sind, durchlässt, verhindert sie, dass alle anderen – destruktiven – Strahlen die Erde erreichen. Die Atmosphäre der Erde dient als ein Filter für destruktive Strahlen, die von der Sonne oder anderen Strahlungsquellen des Weltalls kommen. Michael Denton, Nature's Destiny, The Free Press, 1998, S. 51
Michael Denton, ein berühmter Astronom, äußert sich dazu wie folgt:

Sogar die atmosphärischen Gase selbst absorbieren sofort sehr stark die elektromagnetische Strahlung in jenen Regionen auf beiden Seiten des sichtbaren und nahe des infraroten Spektrums. Beachten Sie, dass der einzige Teil des gesamten Spektrums elektromagnetischer Strahlen - von Radio - bis zu Gammastrahlen - der die Atmosphäre durchdringen darf, das äußerst schmale Band einschließlich der sichtbaren Strahlung und der langwelligen infraroten Strahlen ist. Praktisch keine Gammastrahlen, Röntgenstrahlen, ultraviolette und kurzwellige infrarote Strahlen und Mikrowellenstrahlen erreichen die Oberfläche der Erde. Bilim ve Teknik Dergisi (Journal der Wissenschaft und Technik), Nr. 366, S. 81



Die materiellen Dichten, das heißt, die Dichten von Atomen im Weltall und in der Atmosphäre unterscheiden sich voneinander. Aus diesem Grund breitet sich Licht mehr aus, wenn es in die Atmosphäre dringt und wird zerstreut, da es mehr Atome trifft. Die Augen von Lebewesen können eine farbenprächtige Welt nur sehen, indem sie diese Strahlen wahrnehmen, die entstehen, nachdem sie zerstreut werden oder mit anderen Worten, durch die Atmosphäre geschwächt werden. Im Weltall, wo es keine Atmosphäre gibt, ist Licht so stark, dass es die Augen schädigen würde. Abgesehen hiervon zerstreuen sich auch nahe Infrarotstrahlen in der Atmosphäre und erwärmen die Erde.

Es ist offensichtlich, dass es ein hochentwickeltes Design in der Struktur der Atmosphäre gibt. Aus einem Spektrum, auf dessen Breite durch die Zahl 1025 hingewiesen wird, gibt die Sonne nur die Strahlen ab, die nützlich für uns und notwendig für eine farbenprächtige Welt sind und die Atmosphäre erlaubt in erster Linie harmlosen und in der Tat nützlichen Strahlen, die Erde zu erreichen. Zusätzlich werden durch die Eigenschaften der Gase, die sich in der Atmosphäre befinden, die Augen von Lebewesen, die direkt der Sonne ausgesetzt sind, gegen jegliche schädliche Auswirkungen geschützt. All dies sind Beweise, dass Gott alles im angemessenen Verhältnis geschaffen hat.

Der, Dem die Herrschaft über die Himmel und die Erde gehört, und Der sich niemand zum Sohn genommen hat, und Der keine Partner in Seiner Herrschaft hat, und Der alle Dinge erschaffen und sie sinnvoll geordnet hat. (Sure 25:2 – al-Furqan)

 

 

3-Licht, das auf Materie trifft

Das Sonnenlicht erreicht die Erde mit einer Geschwindigkeit von 300.000 km pro Sekunde. Dank dieses Lichts sehen wir stets eine Welt voller Farben. Wie entsteht dieses ununterbrochene Bild?

Nachdem das Licht die Atmosphäre durchdrungen hat, erreicht es die Erde und trifft auf Objekte. Wenn Licht auf ein Objekt trifft, reagiert es mit den Atomen des Objekts und reflektiert durch verschiedene Wellenlängen entsprechend den verschiedenen Farben.  Bäume, Gebäude, der Himmel, Vögel, Katzen, kurz gesagt alles, was Ihr Auge sieht, seine Farben.

Die Moleküle, die es diesen Farben ermöglichen, zu reflektieren, sind Pigmentmoleküle. Das bedeutet, dass die Farbe, die von einem Objekt reflektiert wird, von den Pigmentmolekülen abhängt, die sich in dem Objekt befinden. Jedes Pigmentmolekül hat verschiedene Atomstrukturen. Die Atomanzahl sowie die Arten und Reihenfolgen der Atome in diesen Molekülen sind unterschiedlich. Licht, das auf diese diversen Pigmente trifft, wird in verschiedenen Farbtönen reflektiert. Jedoch reicht dies für die Bildung von Farbe nicht aus. Damit Licht, das eine bestimmte Farbqualität hat, wahrgenommen und gesehen werden kann, muss es einen Sehapparat erreichen, der fähig ist, es wahrzunehmen.



Die Strahlen, die von der Sonne kommen, bestehen aus Photonen die sich wellenförmig ausbreiten. Wenn Photonen auf die Elektroneneines Atoms treffen, werden die Elektronen zu Strahlung verschiedener Wellenlänge angeregt, wobei jede Wellenlänge einer bestimmten Farbe entspricht. Wenn zum Beispiel Sonnenlicht auf ein Blatt fällt, bedeutet dies, dass Photonen die Elektronen der Atome der Pigmentmolekülen getroffen haben, die in der Oberfläche des Blattes eingelagert sind. Beim Aufprall werden die Elektronen aktiviert. Als Reaktion hierauf senden sie ihrerseits Photonen aus. Wenn dieser Photonenstrom, der die Farbe des Blattes verkörpert, auf unsere Augen trifft, sehen wir ein grünes Blatt.

4. Licht, das das Auge erreicht

Damit Strahlen, die durch Objekte reflektiert werden, als Farbe wahrgenommen werden können, ist es notwendig, dass sie das Auge erreichen. Die Existenz des Auges allein ist nicht ausreichend. Nachdem die Strahlen das Auge erreicht haben, müssen sie in Nervensignale umgewandelt werden, die ein Gehirn erreichen, das mit den Augen zusammen arbeitet.

Lassen Sie uns über unsere eigenen Augen und unser eigenes Gehirn als das nächstliegende Beispiel nachdenken. Das menschliche Auge ist eine äußerst komplexe Struktur, die aus vielen verschiedenen Organellen und Teilen besteht. Als Ergebnis der simultanen und harmonischen Arbeitsweise all dieser Teile sehen wir und nehmen wir Farben wahr. Das Auge mit seinen Tränendrüsen, der Hornhaut, Bindehaut, Iris und Pupille, Linse, Netzhaut, Aderhaut, Augenmuskeln und Lidern ist ein unvergleichliches System. Das Auge mit seinem außergewöhnlichen Nervennetz, das seine Verbindung zum Gehirn herstellt hat eine ganz besondere Struktur, deren Existenz nicht dem Zufall zugeschrieben werden kann.

Wie findet nun der Sehvorgang statt? Lichtstrahlen, die zum Auge gelangen, passieren zuerst die Hornhaut, dann die Pupille und Linse und erreichen schließlich die Netzhaut.



Links sehen wir die Verbindungen zwischen den Nervenzellen in der Netzhaut. Das komplexe Zusammenwirken der verschiedenen Zellschichten hilft den Nervenzellen, sich zusammenzuziehen und miteinander zu reagieren. Auf der rechten Seite ist eine Großaufnahme von Zapfenzellen zu sehen. Während kurze Zapfenzellen uns helfen, die Welt farbig zu sehen, helfen uns lange Stabzellen, Formen und Bewegungen zu erkennen.

Die Wahrnehmung von Farbe beginnt in den Zapfenzellen der Netzhaut. Es gibt drei Hauptgruppen von Zapfenzellen, die stark auf ganz bestimmte Farben - Wellenlängen - des Lichts reagieren. Sie werden in blaue, grüne und rote Zapfenzellen eingeteilt. Die Farben rot, blau und grün, auf die Zapfenzellen reagieren, sind die drei in der Natur vorherrschenden Farben. Durch die Stimulation der Zapfenzellen erscheinen uns Millionen von verschiedenen Farben.

Die Zapfenzellen verwandeln die Informationen über die Farben durch Pigmente in Nervenimpulse. Dann übermitteln mit den Zapfenzellen verbundene Nervenzellen diese Nervenimpulse zu einem bestimmten Bereich im Gehirn. Der Ort, wo die vielfarbige Welt, die wir unser Leben lang sehen, entsteht, ist dieser Bereich im Gehirn, der nur ein paar Kubikzentimeter gross ist.


Alles, was wir in der Außenwelt sehen, wird durch das Gehirn wahrgenommen. Farbenprächtige Blumen, Vögel, der Himmel, Berge, andere Menschen, jedes einzelne Detail wird innerhalb unseres Gehirns projiziert. Tatsächlich ist das Gehirn ein völlig dunkler Ort. Der uns ermöglicht, in diesem dunklen Ort zu sehen, zu fühlen, zu berühren, zu hören, alle Details der Außenwelt wahrzunehmen, ist Gott, Der das gesamte Universum erschaffen hat. Gott hat Macht über alle Dinge.

5. Eine farbenprächtige Welt in unserem dunklen Gehirn

Die letzte Stufe der Farbbildung findet im Gehirn statt. Alles was wir in der Außenwelt sehen, wird im Sehzentrum des Gehirns wahrgenommen. An diesem Punkt werden wir mit einer erstaunlichen Tatsache konfrontiert: Das Gehirn ist ein Stück Gewebe, das innen völlig dunkel ist. Nervenimpulse, die von den Bildern kommen, die auf der Netzhaut entstehen, werden in einem Organ entziffert, das innen völlig dunkel ist. Bilder von Objekten mit ihren Farben und allen anderen Eigenschaften sind Wahrnehmungen im Sehzentrum unseres Hirns. Wie aber findet dieser Wahrnehmungsprozess statt?

Neurologen sind immer noch unfähig, solche Fragen zu beantworten, wie Impulse über Nerven zum Gehirn übermittelt werden und welche physiologischen Auswirkungen dies im Gehirn hat.( Bilim ve Teknik Dergisi (Journal der Wissenschaft und Technik), Oktober 1986, S. 11) Alles, was sie wissen ist, dass die Wahrnehmung von Farben als Realität in uns stattfindet, und zwar im Sehzentrum unseres Gehirns. (Bilim ve Teknik Dergisi (Journal der Wissenschaft und Technik), Oktober 1986, S. 9)
In der Tat sind die meisten Prozesse, die vom Gehirn durchgeführt werden, noch nicht erforscht. Erklärungen basieren weitgehend auf Theorien. Jedoch hat das Gehirn seine Funktion seit Beginn der Existenz des Menschen genau wie heute perfekt erfüllt. Das wir in einem weniger als zwei Pfund wiegenden Gewebeklumpen in unserem Kopf eine dreidimensionale Welt erfahren können, mit all ihren Farben, Geräuschen, Gerüchen und Geschmäcken, wird nur durch die perfekte Schöpfung Gottes möglich gemacht. Jeder findet dieses unvergleichliche Wunder der Schöpfung bereits bei der Geburt vor. Der Mensch hat keine Kontrolle darüber, weder in der Bildung der Funktionen, noch in der Entwicklung, noch in irgendeinem anderen Stadium.