TARNUNGSTECHNIKEN VON REPTILIEN



(Links) Im Fall dieses Leopardengeckos aus Pakistan imitiert nur die obere Körperhälfte den Untergrund, auf dem er entdeckt werden könnte. Der Unterleib ist fast weiß, denn das kleine Reptil ist immer darauf bedacht, diesen besonderen Teil seines Körpers nicht zu enthüllen.

Was tut ein Reptil, um sich gegen Raubtiere der Wildnis zu schützen? Die einfachste Weise für diese sich nur langsam bewegenden Geschöpfe ist sicherlich, sich zu verbergen. Die beste Methode sich zu verbergen ist die Anpassung seines Körpers an seine Umgebung. Farben und Muster dienen vielen Tiere so als Lebensretter. Zum Beispiel ist es fast unmöglich, eine Nashornviper zu erkennen, eine tropische Schlangenart in den Regenwäldern von Afrika. Ihre Hautist mit blauen, roten, gelben, schwarzen und weißen geometrischen Mustern bedeckt. Diese Farben und Muster der Schlange entsprechen vollständig dem Erscheinungsbild der Umgebung, in der sie lebt. Wie sind diese Farben, die so gut mit der Umgebung harmonieren, entstanden? Kann es sein, dass dies durch Zufall passiert ist oder dass das Reptil selbst dies vollbracht hat?

Das ist sicher unmöglich. Kein Reptil kann seine Umgebung analysieren, dann entscheiden, welche Veränderungen es an sich selbst benötigt und schließlich passende Farben und Muster auswählen. Weiterhin ist es völlig unlogisch und unvernünftig zu behaupten, dass es ein System in seinem Körper eingerichtet haben kann, um die chemischen Reaktionen auszuführen, die für eine solche Veränderung notwendig sind.

Selbst der Mensch, das einzige Lebewesen auf Erden, das mit einem Verstand ausgestattet ist, kann nicht die Farbe irgendeines Teils seines Körpers verändern. Es gibt nur eine einzige Erklärung für die perfekte Ähnlichkeit der Farben des Reptils mit den Farben seiner Umgebung. Ein unendlich überlegener Besitzer von Weisheit hat dieses Lebewesen erschaffen. Dieses Design ist von Gott, dem Allmächtigen. Gott kennt am besten die Notwendigkeiten jedes Lebewesens.


Es ist fast unmöglich, diese Schlange, die den tropischen Regenwald von Costa Rica bewohnt, von den Bäumen, auf denen sie lebt, zu unterscheiden.

Der australische Gecko lebt gewöhnlich in der Nähe von Bäumen und ähnelt deren Rinde sehr. Er zeigt selten seinen fahlen Unterleib. Selbst die Augen dieser Eidechse sind gut getarnt.

Der berühmteste Tarnkünstler: Das Chamäleon

Haben Sie jemals ein Chamäleon gesehen? Es verändert seine Farbe entsprechend seiner Umgebung. Das ist tatsächlich sehenswert. Die außergewöhnliche Geschicklichkeit des Chamäleons erstaunt jeden. Obwohl auch viele andere Reptilienarten die Fähigkeit haben, ihre Farben zu verändern, ist keines in der Lage, es so schnell zu tun wie das Chamäleon.

Es verwendet rote und gelbe Farbträger, blaue und weiße Reflexionsschichten und - am wichtigsten - Chromatophoren, Hautzellen, die auf Veränderungen von Wärme, Licht und Stimmung des Tieres reagieren.29 Wenn Sie ein Chamäleon in eine gelbe Umgebung setzten, könnten Sie beobachten, wie sich die Farbe seines Körpers sofort in gelb verwandelt. Darüber hinaus passen sich Chamäleons nicht nur an eine einzige Farbe an, sondern auch an einen mehrfarbigen Untergrund. Das Geheimnis, dies zu erreichen, sind die Farbzellen, die sich unter der Haut dieses Meisters der Tarnung befinden, die sich vergrößern und schnell ihre Position ändern können, um sich der Umgebung anzupassen. Könnte ein Chamäleon selbst eine solche perfekte Anpassung vornehmen? Wie „verschmelzen“ diese Geschöpfe so vollständig mit der Umgebung, während sogar der geschickteste menschliche Künstler stundenlang arbeiten muss, um das Äquivalent zu einer einzigen natürlichen Farbe zu erhalten?

Es wäre sicherlich unvernünftig, zu behaupten, dass ein Chamäleon solch einen Akt aus seinem eigenen Willen leisten könne. Es ist für ein Reptil weder möglich, die Erscheinung seines Körpers zu bestimmen, noch ein System in seinen Körper zu pflanzen, das seine Erscheinung ändert. Es wäre genauso unsinnig, zu behaupten, dass dieses Geschöpf Kontrolle über alle Zellen und Atome seines Körpers habe, dass es in der Lage sei, welche Veränderungen auch immer an ihnen vorzunehmen und die benötigten Pigmente zu bilden. Eine außergewöhnliche Fähigkeit kann nicht durch Zufall entstanden sein. Kein Mechanismus in der Natur kann solch eine perfekt ausgebildete Fähigkeit entstehen lassen und sie dem Wesen zur Verfügung stellen, das sie braucht. Genau wie alle anderen Lebewesen auf Erden hat Gott auch das Chamäleon erschaffen. Gott zeigt uns mit diesen Beispielen die Einzigartigkeit Seiner Schöpfungskunst. Gott ist der Allmächtige, der Weise.

Was in den Himmeln und was auf Erden ist, preist Gott. Und Er ist der Erhabene, der Weise. Sein ist das Reich der Himmel und der Erde. Er gibt Leben und läßt sterben. Und Er hat Macht über alle Dinge. (Sure 57:1-2 – al-Hadid)


Chamäleons gehören zu den sich am besten tarnenden Tieren. Wie man auf dem Foto oben sehen kann, hinterlässt der kühle Schatten eines Farns einen vorübergehenden „Abdruck“ auf der warmen Haut des Chamäleons. Der Tintenfisch kann seine Farben ebenfalls schnell verändern. Manchmal scheint es, als ob Farbwellen über seinen Körper pulsieren. Viele verschiedene Dinge führen zu diesen Veränderungen – Zorn, die Aussicht auf Nahrung, Angst und die Farbe des Hintergrunds.
 Gott hat diese Geschöpfe mit den Eigenschaften erschaffen, die ihnen am besten helfen werden, sich im Meer zu schützen. Gott ist der Allumfassende, der Allwissende.

Diese Schneehühner sind Beispiele dafür, wie sich die Tarnung je nach Jahreszeit ändern kann.

Farbe verändert sich gemäß der Umgebung

Die beschriebenen Geschöpfe setzen ihre Körperfarbe nicht nur dazu ein, um sich vor Feinden zu schützen. Manche Tiere schützen sich auch durch Enzyme, die ihrer Körperbehaarung die Farbe geben, vor Kälte und Hitze. Bei Tieren, die in kalten Regionen leben, sind die Haare, die die kälteempfindlichsten Teile des Körpers - Zehen-, Ohren- und Nasenspitzen - bedecken, dunkelfarben. Dunkle Haare bieten mehr Wärmeenergie für die Tiere und helfen ihnen somit, sich leichter zu erwärmen, genauso wie Menschen, die versuchen, besser von der Sonne zu profitieren, indem sie im Winter dunkle Kleidung tragen.

Farbveränderungen sind bei Landtieren an der Tagesordnung. Zum Beispiel wird das Fell der im Norden lebenden Füchse im Sommer weiß, denn ihre Körpertemperatur ist hoch. Im Winter jedoch, wenn es kälter wird, fällt ihre Körpertemperatur und eine geeignetere Umgebung für die Arbeit der Enzyme wird gewährleistet. Aus diesem Grund wird das Fell der im Norden lebenden Füchse im Winter dunkel. Kaninchen, Füchse, Wiesel und Iltisse, die in den nördlichen Breiten leben, werden im Sommer braun und im Winter weiß.

Auch manche Vögel sind in den Wintermonaten völlig weiß, nehmen aber im Frühling ein neues, zur Farbe des Bodens und der Vegetation passendes Aussehen an.


Warnende Farben

Lebewesen machen für ganz verschiedene Zwecke von Farben Gebrauch. Sie als Warnsignal zu verwenden ist einer dieser Zwecke. In den folgenden Seiten geben wir einige Beispiele von diesem.


Einer der bedrohlichsten Frösche ist der Giftpfeilfrosch. Diese kleine Amphibie der Gattung der Dendrobates hat das Gift Batrachotoxin in ihrer Haut, das von manchen für das stärkste im Tierreich bekannte Gift gehalten wird. Die Namensgebung des Frosches ist auf amazonische Indianerstämme zurückzuführen. Sein Gift ist so tödlich, dass die Indianer die Spitzen ihrer zur Jagd benutzten Pfeile hineintauchen. Die Farbe des Tieres hilft anderen Tieren zu erkennen, dass es giftig ist.

Sinanceidea ist eine Fischart mit relativ kleinen und kompakten Körpern. Sie haben keine Schuppen, stattdessen ist ihre Haut mit warzenartigen Auswüchsen bedeckt, die den Fisch perfekt tarnen, wenn er auf dem Meeresboden ruht und auf sein Opfer wartet. Diese Auswüchse lösen die Kontur des Körpers auf, der somit den umgebenden Felsen ähnlich wird. Oft tarnen sich diese Fische zusätzlich, indem sie sich im Sand vergraben.3

IIn Südamerika gibt es viele Schlangen, giftige und ungiftige, die die gleichen lebhaften Farben haben. Sie sind mit gelben, roten und schwarzen Ringen bedeckt. Sie alle werden Korallenschlangen genannt. Der Biss der echten Korallenschlange ist jedoch tödlich. Andere Schlangen gleichen Aussehens, die „falschen Korallenschlangen“ imitieren nur ihre giftigen „Kollegen“. Die Anordnung der farbigen Bänder unterscheidet sie voneinander. Die falschen Korallenschlagen profitieren von dieser Ähnlichkeit und sind vor ihren Feinden geschützt.

Eine Papilionida dehnt ihr rotes, antennenartiges Osmeterium (oben) aus, ein Organ, das die Schmetterlingsraupen ausfahren, wenn sie hören, dass sich ein potntieller Feind nähert. Die Bewegung dieser leuchtend bunten Verlängerung ängstigt kleine Vögel.

Die Flugoridae ist eine Spezies, der oft leuchtend bunten, großen Homoptera, die in den Tropen lebt. Ihre Köpfe dehnen sich in Form eines Horns aus. Die Spezies der Fulgoridae links hat eine hörnerähnliche Geschwulst auf ihrem Kopf, die den offenen Mund (komplett mit Zähnen) eines Krokodils imitiert. Man glaubt, dass die Funktion dieser hörnerähnlichen Ausdehnungen auch einen Zusammenhang mit dem Paarungsritual hat. Die Tarnung der Fulgoridae auf dem Bild unten gleicht der Rinde eines Baumes. Wenn sie gestört wird, öffnet sie ihre Flügel, um zwei große „Augen“ zu enthüllen. Dies überrascht ihre Feinde und veranlasst sie zur Flucht.Manche Tiere nutzen verschiedenfarbene Haare an bestimmten Stellen ihres Körpers als Warnsignal. Wenn beispielsweise Gabelböcke Gefahr wahrnehmen, senden sie sich gegenseitig mit ihrem Gesäß Warnsignale. Jedes Hinterteil trägt eine Stelle mit weißen Haaren, unterlegt mit einer Muskelscheibe. Bei Gefahr zieht sich der Muskel zusammen, so dass sich die langen Haare zu einer gewaltigen Rosette ausbreiten, die das Licht besonders gut reflektiert. Wenn sich der Muskel entspannt, zieht sich die Scheibe sofort zusammen. So werden leuchtend weiße „Blitze“ erzeugt, die für andere Gabelböcke sichtbar sind, selbst wenn sie sich kilometerweit entfernt befinden.

 

 

Ein männlicher Fregattenvogel auf den Galapagosinseln bläst den scharlachroten Beutel unter seinem Schnabel auf, um ein Weibchen anzulocken. Die Männchen kommen oft in Gruppen auf den Mangrovenbäumen zusammen, auf denen sie später ihre Nester bauen werden,so dass die Weibchen, die darüber fliegen, ihre Partner wählen können. Die scharlachrote Farbe des Schnabels bildet einen scharfen Kontrast zu den schwarzen Federn am Oberkörper des Vogels, der einen metallischen Glanz hat. David Attenborough, The Trials of Life, Princeton University Press, New Jersey, S. 193

 

Siehe, in der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Wechsel der Nacht und des Tages und in den Schiffen, welche das Meer durcheilen mit dem, was den Menschen nützt, und in dem was Gott vom Himmel an Wasser niedersendet, womit er die Erde nach ihrem Tode belebt, und was Er an allerlei Getier auf ihr verbreitet, und in dem Wechsel der Winde und der Wolken, die dem Himmel und der Erde dienen - wahrlich, in all dem sind Zeichen für Leute von Verstand! (Sure 2:164 – al-Baqara)